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Die Furcht erregende bläulich-grauweiße Maske und das hellblaue Kleid mit dTurmgeist_Maskeunkelblauem Umhang sowie die am Körper getragenen Ketten, zeugen davon, dass die Turmgeister ihr Unwesen im Schloßturm von Schelklingen trieben.

Die Turmgeister traten 1984 der Schelklinger Narrenzunft e.V. als neu gegründete Gruppe bei. Die Gründung der Turmgeister lässt sich geschichtlich auf die Burg Hohenschelklingen zurückführen. Die Burg bestand schon 1127 und war mit dem Ort Schelklingen im Besitz der edelfreien Brüder Rüdiger, Adalbert und Walter von Schelklingen. Bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts erlebte Schelklingen und die Burg eine Blütenzeit als Residenzstadt und Verwaltungsmittelpunkt des Bergischen Besitzes. Mit dem Aussterben der Grafen von Berg  verlor Schelklingen seine Mittelstandsfunktion, die Burg ihre Bedeutung als Grafenwohnsitz. Jedoch bis ins 16. Jahrhundert hinein maßen sich die neuen Inhaber der Herrschaft Schelklingen , die Herzöge von Österreich der Burg als Befestigungsanlage große Bedeutung zu. Doch 1633 wurde die Burg durch die Blaubeurer bei ihrem Durchmarsch durch Schelklingen zerstört, wenig später abgerissen und ihre Steine zum Bau des Franziskanerklosters in Ehingen verwendet. Der Verteidigungsturm jedoch blieb erhalten. Seit diesem Zeitpunkt herrschen die Turmgeister in diesen Gemäuern. Schatzgräbern auf der Suche nach Münzen und unterirdischen Gängen wird seither das Fürchten gelehrt.

Die Farben des Turmgeisterhäs, das aus dem graublauen Kleid und dunkelblauem Umhang mit Ketten besteht, wurde entsprechend dem Mauerwerk des Verteidigungsturmes und seinen dunklen Gängen gewählt.

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